Weihnachtsfeier der Kongress Gastronomie Salzburg

Am vergangenen Sonntag wurden auch einmal die Cateringprofis selbst verwöhnt. Die Mitarbeiter der Kongress Gastronomie waren von Firmenboss Josef „Voiti“ Voithofer und seiner Familie in Stiegls Braugewölbe zur traditionellen Weihnachtsfeier geladen. Und weil sich Kollegen untereinander aushelfen, war für das leibliche Wohl der Gäste der „Goldene Hirsch“ zuständig und verwöhnte die Gäste mit kulinarischen Schmankerln so richtig nach Strich und Faden. Endlich konnten die KGS-Mitarbeiter einmal die „Beine hochlegen“ und es sich gut gehen lassen. Die Servicecrew des Hirschen war wie immer sehr aufmerksam und kümmerte sich bestens um die Belange der Gäste. Und damit das Aushelfen auch auf Gegenseitigkeit funktioniert, wird die KGS-Crew im Jänner die Mitarbeiter des Hirschen bei Ihrer (Jahresauftakt)Feier betreuen.
Jedenfalls verlief der Abend sehr kurzweilig – nicht zuletzt auch durch die lustige Einlage unseres „Haus- und Hof“-Zauberers Markus Gimbl aus Tirol. Beeindruckende Kunststücke, eine witzige Bauchredner-Einlage und eine angsteinflößende Guillotine-Nummer mit unserer Tanja brachten dem Künstler tosenden Applaus und viele lachende Gesichter.

Auch Firmenoberhaupt Voiti sorgte mit einem Gedichtvortrag für besinnliche Minuten, die mit der Pointe des Gedichtes in schallendes Gelächter ausarteten. Und warum das so war, könnt Ihr selbst nachlesen, da wir Euch dieses nicht vorenthalten möchten.

Selbstverständlich gab es auch eine musikalische Untermalung des Abends: Franz Trattner mit seiner First Line Band und der stimmgewaltigen Sängering Anne Rowe sorgten für besinnliche Töne während des Essens, die Grodaus spielten im Anschluss Tanzmusik für die schwingenden Tanzbeine und DJ Andy legte zu späterer Stunde ein paar heiße Rhythmen auf, wo dann kräftig „geshakt“ wurde. Die letzten Gäste verließen wenig nach Mitternacht den Schauplatz, da man ja am nächsten Tag wieder fit sein musste. Gottlob gab es keine „Ausfälle“ zu verzeichnen.

Ich wünsche noch eine schöne Adventzeit und melde mich in Kürze mit weiteren Berichten!

Eure Dodo

Und hier das versprochene Gedicht:

Weihnachten 1946
(Quelle unbekannt)


Glei nach’n Kriag im 46er Joahr gab’s nix zum Ess’n – des is‘ woahr!
Da woa des scho allerhand, wanns’d mit am Bauern woast verwandt.
Ned zum veracht’n woa da a da Onk’l aus Amerika.
Wer des ned woaß, der is jetz stü, weil i mei G’schicht‘ erzähl’n wü.


Am Heiligomd – i schrei Hurra – kimmt’s Packerl aus Amerika
Von unsra liab’n Tante Ros’n g’fuit mit lauta scheene Dos’n.
I reiß es auf und reck mein Hois, find ob’ndrauf glei drei Pfund Schmoiz –
a Kilo Bohnenkaffee – schau – a große Dos’n mit Kakao
und nebendro – de guade Seel‘ – a Büchs’n mit Olivenöl,
a gonz a große Dos’n Reis, zwoa Kilo Mehl – wia Schnee, so weiß –
des olles schrieb die Tante Ros’n, höchst eigenhändig auf de Dos’n.
Bloß vo da Weißblechdos’n unt’n, da woa des Zetterl hoid vaschwund’n.


Wos konn jetz in der Dos’n sei? Steckst hoid amoi die Nos’n nei.
I hob’s probiert – glei a poa Mal: des Puiva woa geschmacksneutral.
Des woa ned sauer, woa ned siaß, hod gschmeckt wia eingschlofene Fiaß.


So hom mia uns den Kopf zerbrocha: wos konn ma aus dem Puiva kocha?
D’Frau moant:“ S’kannt a Schmankerl sei, da koch’ ma jetz amoi an Brei“.
Und haut kurz drauf mit Muich und Ei des Puiverl in a Pfanna nei,
befoigt den Rat von ihra Oma und gibt dazua a Zimtaroma
und mit am Einbrenn und am Zwieb’l Hod’s wirklich gschmeckt – woa goa ned üb‘l.


Und donn – es woa so drei Tog drauf, klärt mit am Briaf si olles auf.
Schuid dro – des is a schwocha Trost – woa nur die Schlomperei der Post.
Und Tante Ros’n schrieb: „Ihr Lieb’n, ich schick Euch ein Paket nach drüb’n,
voll mit lauter guten Sachen und hoff, dass sie Euch Freude machen.
Was Ihr leider noch nicht wisst: dass Onkel Schorsch verstorben ist.
Mit seine über 80 Jahr er immer treuer Bayer war.
Sein‘ letzten Wunsch will ich verkünden: in Bayern soll er Ruhe finden.
Drum sei es so, wie es sei, setzt ihn in aller Stille bei.
Die Asch‘ is in der Weißblechdos’n. In stiller Trauer, Tante Ros’n.


Und so hom mia – i werd‘ des nia vagess’n – z’Weihnacht‘n unsan Onk’l gfress’n.

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